Herr Roell hat mich wieder mal auf einen Text hingewiesen. Sehr kompliziert zu lesen aber wertvoll.
Argumentation: Im Mittelalter gab es bei den täglichen Geschäften noch soziale Bindungen zwischen z.b. Käufer und Verkäufer. Heut noch zu beobachten im dörflichen Leben. Durch die fortschreitende Verstädterung bzw. Metropolisierung ist dies einer "kalkulierten Kultur des Ignorierens" gewichen. Anonymisierung wohin man schaut. Waren wandern, Käufer und Verkäufer kennen sich nicht und das ist auch nicht nötig. Die heutige Informationstechnik erlaubt es jedoch, detaillierte Kundenprofile (z.b. über Punktesysteme [Payback - grottenlangsame Seite], Kundenkarten oder im Netz z.b DoubleClick) anzulegen. Der Kunde wird/ist gläsern. Quasi ein einseitiger Schritt zurück ins Mittelalter.
Genau da liegt das Problem: einseitige Entwicklung und nur durch die, die es sich leisten können. Ich habe weniger ein Problem mit Kundenprofilen etc. wenn ich "zurückschlagen" kann. (weit hergeholtes Beispiel:) meine Einkaufsliste eintippen und ich bekomme eine Liste wo ich was am günstigsten bekomme, mit Routenplan, zugeschnitten auf die aktuelle Strassenlage, werde durch den jeweiligen Markt gelotst (Lageplan) und kaufe das was ich brauche. Solange mir aber gleichwertige Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen setze ich auf Anonymität.
Naja - meine Meinung wiegesagt nur in Bezug auf die wirtschaftliche Seite der Problematik.