Microsoft & EU

Irgendwie hat Microsoft in den letzten Tagen ne menge Rummel gemacht – dabei ist die Pressemeldung der EU ziemlich untergegangen. Es geht also nicht nur um die integration des WMP, sondern auch um die Integration des WMP — jedoch insbesondere um die Dokumentation von Schnittstellen Windows — Workgroup-Server. Desweiteren ist die Zahlung des in-Microsoft-Dimensionen lächerlichen Betrags kein Freibrief sondern es wurde zusätzlich angeordnet:

Was die Interoperabilität betrifft, so muss Microsoft binnen 120 Tagen die vollständigen und genauen Schnittstellenspezifikationen offen legen, mit denen nicht von Microsoft stammende Arbeitsgruppenserver uneingeschränkt mit Windows-PCs und Servern kommunizieren können. Konkurrierende Anbieter können so Betriebssysteme für Arbeitsgruppenserver entwickeln, die auf dem Markt konkurrenzfähig sind. Die offen gelegten Informationen müssen aktualisiert werden, sobald Microsoft neue Versionen der jeweiligen Produkte auf den Markt bringt.

und:

Was die Kopplungspraxis betrifft, so muss Microsoft binnen 90 Tagen den PC- Herstellern als Alternative eine Version des PC-Betriebssystems Windows ohne WMP anbieten. Die Entkopplungsmaßnahme bedeutet jedoch nicht, dass die Verbraucher PC und Betriebssystem ohne Abspielsoftware erhalten. Die meisten Kunden kaufen einen PC von einem Hersteller, der für sie bereits ein Betriebssystem zusammen mit einer Abspielsoftware auf dem PC installiert hat. Die Abhilfemaßnahme der Kommission führt lediglich dazu, dass sich in der Zusamenstellung dieser Pakete die Kundenwünsche und nicht das Diktat von Microsoft widerspiegeln.

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