Ahoi, DVD

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In 2007 and 2008 I rented movies via Amazon. This post explains why I stopped doing that and why I switched back to t*rrents. Reason: Content Protection. Repeat after me: DRM IS BAD FOR THE CUSTOMER.

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Ich habe in den letzten 12 Monaten ein Verleihkonto bei Amazon gehabt und mir in dem Zusammenhang natürlich Filme ausgeliehen. Ob ich die dann auch ansehen konnte, steht auf einem anderen Blatt. Man kann das UN-DVD oder “Kopierschutz” nennen. Ich nenne es Abspielschutz. Ich war nun bei mehreren Filmen nicht in der Lage, diese mit meiner Technik zum laufen zu bekommen. Mit vielen Titeln ging irgend eine der folgenden Varianten:

  • Direktes Abspielen unter Linux (mplayer, vlc und nach bedarf also mit dvdcss). Ist ja durch libdvdcss schon halblegal
  • Abspielen auf dem Macbook mit dem Standard-DVD-Player von MacOS. Das Laufwerk im Macbook hat zum Glück ein paar mehr Filme vertragen als der NEC-Brenner im PC. Wenn ich die Nerven hatte, hab’ ich mir auch mit dem Macbook und dd ein Image gezogen um es dann unter Linux anzuschauen (hey, das teure 5.1 Dolby Digital Soundsystem hab ich mir doch nicht aus Spass gekauft)
  • Falls beides nicht klappt: Versuch mit ddrescue an die Daten zu kommen
  • Einmal hatte ich auch Windows gestartet und mit irgendeinem Tool (Alcohol 120?) was abspielbares von einer DVD zu bekommen

Jedenfalls – mein ursprüngliches Ziel — nämlich: “wenn ich einen Film entdecke, ab auf die Verleihliste und immer wenn ich Bock/Zeit habe mal nen Film reinlegen” funktioniert so nicht. Ich habe wirklich keinen Bock nach einem langen Arbeitstag noch am Rechner rumzufrickeln und eine DVD zum Abspielen zu bewegen. Eben habe ich das Verleihkonto gekündigt. Das waren etwa 9 Euro die pro Monat an Amazon gingen. Und es gab auch ein paar Monate, da lag die DVD nur herum und Amazon musste praktisch keine Leistung erbringen. Der Kündigungsgrund war leider keiner der Auswählbaren und einen Freitext gibts natürlich auch nicht.

Soviel zu meinem Versuch, für den Content “anständig” zu bezahlen und im Gegenzug Inhalte von anständiger Qualität zu bekommen.

Wenn ich jetzt etwas sehen will, werde ich mich ohne schlechtes Gewissen an die Bucht in Schweden wenden und den Content von dort Beziehen. Wenigstens kümmern sich Releasegroups auch darum, dass die Sachen abspielbar sind. Der Workflow ist der Verleih-DVD nicht unähnlich:

  • Idee: Film X könnte toll sein
  • T*rrent in den Client
  • spätestens 3 Tage später ist der Film da.

Vorteile bei der Methode:

  • der Inhalt ist abspielbar (beinhaltet also eben keinen Abspielschutz, Kopierschutz oder anderen Humbug)
  • beim Abspielen werde ich nicht als Raubkopierer beschimpft

Die Logik entzieht sich mir nach-wie-vor: zahlende Kundschaft wie Feinde behandeln? Kann ich mir nicht leisten. Ich komme mir immer dumm vor wenn, nach 5 Minuten irgendwelcher Previews (nicht überspringbar), ich noch irgendeinen dämlichen Anti-Raubkopierer-Spot (nicht überspringbar) ertragen muss und dafür noch bezahlt zu haben. Das gilt analog natürlich auch für Kino (mehr Bezahlen, mehr Mist ertragen, mehr Dummvorkommen).

Weiter im Text. Daß ich von dem Material aus der Bucht dann natürlich eine Kopie behalten kann ist zwar nett, aber kein Must-Have. Sehr selten schaue ich mir irgendwas mehrfach an. Must-Have ist:

  • Spielt tadellos ab
  • Qualität der DVD ebenbürtig oder nur wenig darunter

Wenn man mit den Kriterien bei den Anbietern ein wenig “shoppen” geht sieht man das es “da draussen” keine Alternativen zur schwedischen Bucht gibt.

  • Streaming aller art und couleur spielt nicht tadellos ab
  • jegliche Lösung die nicht mit freier Software funktioniert spielt nicht tadellos ab

Zeigt mir jemand ein passendes Angebot?

5 Kommentare zu “Ahoi, DVD”

  1. Frank

    Wie wäre es mit nem HiFi DVD Player!

  2. chrono

    Ich hab’ doch bereits mehrere DVD Player. Die entsprechen dem DVD-Standard. Wozu noch einen? Wer sagt mir, daß es damit dann geht? Wo soll ich den Anschließen? An den Composite-Eingang von meinem Flatpanel? Ich habe keinen Fernseher. Dafür ein anständiges 20″ Widescreen Display und einen Laptop den ich überall mit hinschleppen kann.

  3. TesTariTis» Blogarchiv » Abgebloggt…

    […] zeiteisen: Ahoi, DVD […]

  4. Ralf

    Hallo,

    ich kann dieses Vorgehen der Film/Musik-Industrie auch nicht nachvollziehen.

    Nach meinen Erfahrungen ist der PowerDvD Player von Cyberlink der einzige, der alles schafft abzuspielen. Selbst mein Hardware DvD-Player im Wohnzimmer nimmt so manchen Film nicht.

    Mal sehen wie sich das weiterentwickelt.

  5. Stefan

    Na aber – kurz in die Zukunft gedacht (wird ja alles besser) – eek – die Blue Ray rettet den Nutzer nicht aus der Misere – ganz im Gegenteil. Dank integrierter Applikationen steigen die Anforderungen an den Player – darüber hinaus hat man scheinbar vergessen, klare Grenzen für das Format zu ziehen. Was das für die Akzeptanz des Formats bedeutet, dürfte abzuwarten bleiben.

    Aus Fehlern lernen? Muss ja nicht…

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