Feeds

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A Post explaining the advantages of (RSS) Feeds.

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Puhh, ein großer Brocken über den ich schon seit Ewigkeiten was schreiben will. Das hier ist nur der erste Teil einer kleinen Serie.

Das Blog hier existiert schon seit 5 Jahren, was in etwa auch die Zeitspanne ist, in der ich Feeds aktiv nutze. Es gibt in meinem Freundeskreis immer noch einige Leute, die keinen blassen Schimmer davon haben (ich laufe nicht den ganzen Tag durch die Gegend und versuche jeden von meinem Glauben zu überzeugen). Wenn die Serie fertig ist, kann ich notfalls hierauf verweisen und die Sache als abgehakt betrachten.

Achtung: Es folgt eine Einleitung, was denn dieses Feed-Zeugs ist. Ich versuche darzulegen, wo das Problem liegt und wie es gelöst wird. Kenner mögen bitte diesen trivialen Kram verzeihen.

Wenn ich mich morgens an den Rechner setze, wird natürlich erstmal nach der Email geschaut. Dort finden sich 3 Mails mit den neuesten KettenbriefenKatzenfotos, Youtube Videos von irgendwelchen Kumpels. Im Instant Messenger habe ich auch eine Flut von den Dingern. Als nächstes wird geguggt, was sich beim StasiVZ, bei Facebook, bei Flickr und auf den zwei Dutzend anderen Seiten getan hat, wo sich eine mir bekannte “Community” einfindet. Habe ich die Muse, surfe ich mal auf den Websites von den Kumpels und Kumpelinen herum — mal schaun ob sich da was neues getan hat. Dann gibt es noch die 5 Newssites, also die Tagesschau und ein paar Techniknews, wo ich nach dem rechten schaue.

Boah. Das ist doch verdammt viel Holz. Hast du denn kein Leben?

Doch. Der Computer erledigt für mich diesen ganzen komplizierten Kram — besucht die verschiedenen Websites, vergleicht was dort das letzte mal stand, jetzt dort steht und wirft mir eine Liste vor die Nase, die in etwa lautet:

Ich habe auf den Websites, die ich für dich “Überwachen” soll, 23 neue Dinge gefunden; hier sind sie.

sauber aufgelistet.

Ich brauche mich also eben nicht mehr aktiv kümmern, mir die Neuigkeiten mühselig zusammensuchen sondern der Kram “fliegt mir zu”.

Technisch wird (ich möchte hier nicht in die Details gehen) das ganze mit sogenannten Feeds erledigt. Mit deren Hilfe können die rohen Informationen auf einer Website ohne den ganzen bunten Layout-Kram, ohne die vielen Navigationslinks, meisstens ohne den ganzen Werbekram maschinenlesbar abgerufen werden. Wenn man sich auf einer Website befindet, die einen solchen Feed anbietet, wird dies vom Browser durch ein kleines Symbol RSS Symbol (oft orange, manchmal auch blau) angezeigt. Da kann man drauf klicken.

Es existieren Programme, die nun das Einsammeln der vielen Feeds übernehmen. Mein Tipp ist hier der Google Reader. Kleiner Hinweis an die Leute, die Angst haben dass Google nun wüsste was man so liest: Habt ihr Google Analytics schon geblockt? Nein? Gut. Dann braucht ihr euch keine Sorgen machen, denn: Google kennt euch schon und lacht sich tot. Auch wenn ihr Google.com meidet wie der Teufel das Weihwasser.

Wer einen Mac sein eigen nennt, kann alternativ auch NetNewsWire verwenden.

So, nun habe ich einen Hammer, wo sind die Nägel?

Gut. Dann abonniert zunächst mal das Blog hier. Dann wollt ihr vielleicht mal die Websites der Bekannt- und Verwandtschaft mal so abgrasen ob das Symbol da auch auftaucht. Die wissen meisstenteils selbst gar nicht dass sie sowas (Feeds) haben. Mal bei flickr oder picasa Bilder hochgeladen? Die haben auch Feeds für jeden Account, für Alben et cetera. Vielleicht noch bei der Tagesschau vorbei? Oder beim Spiegel? (sorry, bin heut faul beim verlinken).

Wir lernen? Ich kann einen Haufen Kram ohne herumstolpern auf zig Websites verfolgen. Was geht nicht? StudiVZ beispielsweise. Warum? Walled garden. Die bieten derlei Kram nicht an. Kram wäre hier Beispielsweise: Welche Bilder haben meine Leute neu hochgeladen? Wo haben sich Details bei meinen Kontakten geändert? et cetera. Auch Facebook hat mit dieser Art Export so seine Probleme. Ich bin daher kein Freund dieser Dienste, machen sie mir es doch allzu schwer dort auf dem Laufenden zu bleiben.

Nächste Teile der Serie:

Ich habe im Google Reader derzeit 112 Feeds abonniert.

[Update 19.01.2010] Es wird in naher Zukunft keine Fortsetzung dieser Reihe geben. Daß FriendFeed toll ist, hat sich auch Facebook gedacht und 2009 den Laden aufgekauft. Feeds haben sich überall im Web etabliert. Ich predige hier eh nur zum Chor.

Ein Kommentar zu “Feeds”

  1. Martin Grandrath

    Passend zu deinem Artikel: Google Reader in Plain English

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