Lektion 2: Editoren

In der Umgebung in der wir uns bewegen werden kann man so ziemlich alles als Datei betrachten. Also schauen wir als erstes wie wir diese Teile bearbeiten. Grundlegende Kenntnisse, wie z.b. Navigation in Verzeichnissen via cd sollten aber schon vorhanden sein. Der kleinste gemeinsame Nenner: vi Vi ist zugegebenermassen kein sehr komfortabler Editor, jedoch kann man davon ausgehen dass er auf jedem System verfügbar ist. Diesen Editor halbwegs bedienen zu können gehört zum Handwerkszeug. Kurze Einführung: starten mit vi Dateiname – ob die Datei existiert oder nicht tut nichts zur Sache. Wenn sie nicht existiert, wird sie beim speichern neu angelegt. Nun hat man vi offen und sitzt da, wie ein Schwein vorm Uhrwerk – denn: wenn man jetzt was eingeben will passiert irgendetwas, nur nicht das was man vermutet. Vi hat mehrere Modi, einen um Kommandos zu geben und einen um Text einzugeben. Vi befindet sich nach dem Starten im Kommando-Modus. Dort kann man Zeilen löschen, Text markieren, suchen – alles was nicht “direkt” Text eintippen heisst. Um jetzt Text einzugeben drückt man i – man landet im Insert-Modus. Da kann man locker flockig Text eingeben und den Insert-Modus wieder mit <ESCAPE> verlassen. Kurzreferenz Vi-Kommando-Modus:

h,j,k,l
den Cursor bewegen, sollten die Cursortasten nicht vorhanden sein / nicht funktionieren
a, i
a: neuen Text nach dem Cursor einfügen (append). i: neuen Text vor dem Cursor einfügen (insert)
dd, x
dd: Zeile in der sich der Cursor befindet löschen. x: löscht das Zeichen direkt unter dem Cursor
:w
Speichert die Datei
:q
Beendet Vi
:wq!
Speichert die Datei und Beendet vi, das ! steht für “keine dummen Fragen stellen”

Mehr braucht man für simples Öffnen – Ändern – Speichern – Beenden eigentlich nicht. Die Manpage von vi sollte man aber Trotzdem mal gesehen haben. Wer Probleme hat, sich die Befehle zu merken der kann sich ja z.B. die Vi-Tasse mit aufgedruckter Befehlsreferenz bestellen. Wenn ich die Möglichkeit habe, vi nicht zu verwenden dann lasse ich es auch bleiben. Nur ganz harte Nerten verwenden es wirklich regelmässig. Vim ist – wie der Name – Vi Improved – schon sagt ein verbesserter Klon von Vi. Dieser Editor ist mein Arbeitsknecht. Ich schreibe Emails damit, Programmiere und bearbeite Konfigurationsdateien. Auf der deutschen Feature-Kurzliste kann man nachlesen, dass vim unter anderem

  • Text visuell Markieren
  • Wörter vervollständigen
  • Automatische Kommandos – z.b. Dateien automatisch entpacken
  • Makros
  • Mehrere Dateien bearbeiten z.b. Split-Screen
  • Syntaxhervorhebung (für mehr als 200 Formate)

beherrscht. Das ende der Fahnenstange ist damit aber noch lange nicht erreicht: vim kann mit Plugins (Scripts, Macros) noch “unendlich” erweitert werden. Wie wäre eine Rechtschreibprüfung mit ispell oder aspell? Vimspell! Die grundlegenden Befehle und Prinzipien sind die gleichen wie bei Vi.

TODO: emacs

Ein Kommentar zu “Lektion 2: Editoren”

  1. cabi

    TODO: emacs
    wer braucht schon emacs … ;)

    btw cooles blog :)

Einen Kommentar schreiben: